Montag, 26. November 2012

Der Koch

Es gibt hier an den Straßen viele Stände, die irgendwelche Snacks anbieten, die alle sehr lecker (und mindestens genauso ungesund) sind. Hier ein paar Beispiele:
Chapati: Frittierter Teig, der aus Mehl, Wasser und meistens Mohrrüben und/ oder Zwiebeln besteht und in Pfannkuchenform ist.
Rolex: Chapati, in den zwei gebratene Eier mit Tomaten und manchmal Paprika eingerollt sind.
Mandazi: Frittierte Teigbällchen aus Mehl, Wasser, Zucker und Zitrone oder Orange.
Samosa: Frittierte Teigtaschen mit Erbsen, Mais, Reis oder Fleisch gefüllt.

Gestern Abend, als ich mir einen Samosa (einen Vegetarischen natürlich) gekauft habe, habe ich den Verkäufer gefragt, ob er mir mal zeigen könnte, wie das geht. In Deutschland wäre das undenkbar, das wäre etwa so, als ob ich in einen Dönerladen gehe, in dem ich noch nie war, und frage, ob ich auch mal kurz Döner machen kann. Aber hier sind die Leute viel offener, deswegen habe ich gefragt und deswegen hat er auch "Ja" gesagt und wir haben auch sofort angefangen. Es hat Spaß gemacht und auch für die Leute, die vorbeigegangen sind, war es unterhaltsam, mich so ungeschickt Essen machen zu sehen. Sowieso war ich eine kleine Attraktion, denn bestimmt hat man Weiße hier bis jetzt nur Essen kaufen sehen und nie, wie einer Samosa macht. Ab und zu kamen Leute und sagten mir lachend, dass ich das gut mache oder dass ich ein "Gentleman" bin. Zum Schluss hat mir der Verkäufer noch Samosas und Mandazi geschenkt und wir haben abgemacht, dass ich das nächste Mal Rolex mache.

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